Gesund und kalorienarm?

10 Spargelmythen, die ihr kennen solltet!

Mit Beginn der Spargelzeit machen auch wieder viele Mythen die Runde. Wir haben einige für euch unter die Lupe genommen.

Spargel
Ein Korb mit frischem Spargel steht bei der Eröffnung der 18. Spargelsaison neben einem Feld des Spargelhof Kutzleben. Mit einer Erntefläche von rund 160 Hektar gehört Kutzleben zu den größten Spargelproduzenten in Thüringen. Der Spargelhof erntet jährlich bis zu 900 Tonnen des Edelgemüses. (dpa-Zentralbild | Martin Schutt), Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

1. Spargel ist ein kalorienarmes und gesundes Gemüse.

Das stimmt! Spargel besteht zu 93 Prozent aus Wasser und ist daher sehr kalorienarm. Beispielsweise nimmt man bei 100 Gramm Spargel nur 16 Kalorien zu sich. Darüberhinaus enthält der Spargel viele Vitamine und Mineralien, die für das Herz, die Knochen und den Kreislauf gut sind. Die besonderen Stoffe im Spargel sind allerdings die Folsäure und die Asparaginsäure. Die Folsäure ist ein B-Vitamin, das in anderen Nahrungsmitteln nur in geringen Mengen enthalten ist, und u.a. gegen Müdigkeit und Konzentrationsstörungen hilft. Die Asparaginsäure regt die Nierenfunktion an und entwässert diese somit, was für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes und Bluthochdruck wichtig ist.

Wer sich gesund ernähren will und seinen Vitamin- und Mineralienhaushalt auf Vordermann bringen will, sollte sich also unbedingt am Spargel probieren!

2. Wenn der Spargel bitter ist, ist er schlecht.

Stimmt nicht! Spargel ist selten schlecht. Von 15.000 Stangen ist gerade mal nur eine betroffen. Oft schmeckt dieser bitter, weil er zu nah am Wurzelstock abgeschnitten wurde. Das Ende kann einfach abgeschnitten werden und dann kann der Spargel richtig genossen werden.

3. Spargel mit blauem Kopf schmeckt nicht.

Falsch! Optisch sieht der Spargel dann natürlich nicht mehr so schön aus wie der mit weißem Kopf. Aber schmecken tut er genauso. Dass der Kopf blau wird liegt daran, dass dieser aus der Erde sprießt, bevor er geerntet wird und die Sonne die Färbung verursacht. Ihr könnt also sorglos den "Blaukopf-Spargel" kaufen und sogar ein bisschen sparen, weil dieser günstiger verkauft wird als der weiße Spargel.

4. Der Urin riecht nach dem Spargelessen anders.

Teilweise ja, denn manche Menschen besitzen ein Enzym, das die Asparaginsäure in schwefelhaltige Stoffe zersetzt. Diese Stoffe sorgen dann für den strengen Geruch des Urins. Bei Menschen, die dieses Enzym nicht besitzen, riecht der Urin normal. Es gibt sogar Menschen, die diesen Spargel-Urin-Geruch überhaupt nicht wahrnehmen.

5. Weißer Spargel ist gesünder als grüner.

Falsch! Der Unterschied zwischen dem weißen und grünen Spargel liegt darin, dass der grüne Spargel über der Erde wächst und unter Sonneneinstrahlung Chlorophyll und mehr Vitamin C bildet. Daher ist der grüne Spargel etwas reichhaltiger an Nährstoffen. Wenn ihr den extra Vitaminschub wollt, dann greift zum grünen Spargel!

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Foto: karepa - stock.adobe.com

6. Spargel kann nicht eingefroren werden.

Falsch! Ihr könnt Spargel einfrieren: Wascht ihn vorher, schält ihn und packt ihn anschließend in Gefriertüten oder -dosen ein. Der Spargel hält sich sechs bis acht Monate in gefrorenem Zustand und sollte danach unaufgetaut gekocht werden. Übrigens: Spargel kann nach dem Kochen problemlos wieder aufgewärmt werden.

7. Spargel mit Zucker kochen?

Früher wurde der Spargel mit Zucker, Salz und ein bisschen Zitronensaft gekocht. In der Vergangenheit hat man das gemacht, da der Spargel oft bitter geschmeckt hat. Heute ist dies nicht mehr der Fall, also braucht man auch keinen Zucker mehr hinzugeben. Was allerdings bei weißem Spargel nicht fehlen darf, ist der Zitronensaft, da dieser den Spargel aufhellt.

8. Rohen Spargel zu essen ist giftig.

Stimmt nicht! Der Spargel kann auch roh verzehrt werden, zum Beispiel im Salat. Allerdings empfiehlt es sich, die dünneren Stangen zu nehmen, da der Geschmack bei dickeren Stangen herber ist.

9. Quietschen zeigt Frische an.

Korrekt! An dem hohen Quietschen, das entsteht wenn man zwei rohe Spargelstangen gegeneinander reibt, lässt sich die Frische des Gemüses erkennen. Weitere Frische-Indizien sind Glanz, Festigkeit und geschlossene Köpfe. Außerdem müssen die Schnittstellen sauber und feucht sein.

10. Keinen Rotwein zum Spargel.

Das stimmt! Die Gerbstoffe dieser Spirituose verstärken die Bitterstoffe im Spargel. Man sollte also lieber Weißwein zum Spargel trinken.

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