20. September 2022 –
Das neue Infektionsschutzgesetz im Bund kann von den Ländern ausgestaltet werden. Welche Schutzmaßnahmen Niedersachsen ins Auge fasst, will Landesgesundheitsministerin Daniela Behrens an diesem Dienstag erläutern. Sie gibt sich optimistisch.
Die niedersächsische Landesregierung stellt an diesem Dienstag (13.30 Uhr) ihre Strategie für den dritten Pandemie-Herbst und -Winter vor. Nach dem Abflachen der Sommerwelle gebe es derzeit ein gewisses "Grundrauschen" bei den Infektionen und eine vergleichsweise unkritische Situation in den Krankenhäusern, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens der dpa. Alle Expertinnen und Experten seien sich aber weitgehend einig, dass in den kommenden Wochen und Monaten die Infektionszahlen wieder steigen werden. "Wie schwer diese Welle jedoch ausfallen wird, ist heute noch nicht absehbar", sagte die SPD-Politikerin.
"Niedersachsen wird mit unserem Fahrplan auf alle Szenarien vorbereitet sein", kündigte Behrens an. Insgesamt blicke sie optimistisch auf den Herbst. Hintergrund sei die hohe Grundimmunität in der Bevölkerung dank der hohen Impfquote, die Verfügbarkeit angepasster Impfstoffe und wirksamer Medikamente sowie die weiterhin vorherrschende, vergleichsweise milde Omikron-Variante BA.5.
Das neue Infektionsschutzgesetz hatte am Freitag den Bundesrat passiert. Zu den zentralen Bestimmungen, die vom 1. Oktober bis 7. April 2023 gelten werden, zählt eine bundesweite Maskenpflicht in Fernzügen, Kliniken und Arztpraxen. In Flugzeugen soll diese Pflicht entfallen. Die Länder können auch in Restaurants und anderen Innenräumen wieder das Tragen von Masken vorgeben. Lockdowns, Betriebs- oder Schulschließungen soll es aber nicht mehr geben.
Möglicherweise werde Niedersachsen mit den derzeit geltenden Basisschutzmaßnahmen auskommen, hatte Behrens am 8. September gesagt. In der vergangenen Woche waren die Corona-Infektionszahlen zwischen Harz und Nordsee wieder leicht gestiegen, sie sind aber weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau.
(dpa)