28. März 2025 –

Erinnerung an die Tat

Ein Jahr nach Anschlag auf Synagoge - Mahnwache in Oldenburg

Der Brandanschlag auf eine Oldenburger Synagoge löste bundesweit Entsetzen aus. Ein Jahr später soll ein Zeichen gesetzt werden.

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12.04.2024: Blumen und Kerzen stehen vor der Synagoge im Stadtzentrum in Oldenburg. Unbekannte hatten am 05.04.2024 einen Brandsatz auf eine Tür der Oldenburger Synagoge geworfen. Bei dem Anschlag am Freitagmittag wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt. Die Eingangstür wurde durch den Brandsatz beschädigt. (zu dpa: «Nach Anschlag auf Synagoge - Ermittler vermessen Tatort neu») +++ dpa-Bildfunk +++, Foto: picture alliance/dpa

Mit einer Mahnwache soll an den Brandanschlag auf die Oldenburger Synagoge vor rund einem Jahr erinnert werden. «Wir wollen gemeinsam dafür einstehen, dass Menschen aller Religionen und Weltanschauungen hier bei uns in Frieden zusammenleben», meint Organisatorin Kathleen Renken. Der Arbeitskreis Religionen Oldenburg, die Kirchen und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg laden um 19.30 Uhr zu der stillen Kundgebung an der alten Synagoge in der Petersstraße ein.

Ein junger Mann soll am 5. April 2024 einen Brandsatz gegen die Eingangstür der Oldenburger Synagoge geworfen haben. Zwei Hausmeister eines benachbarten Kulturzentrums entdeckten das Feuer und löschten die Flammen. Niemand wurde verletzt. Der Anschlag löste bundesweit Entsetzen aus. Die Polizei bildete nach dem Vorfall eine Ermittlungsgruppe unter Leitung des Staatsschutzes.

Nach der Ausstrahlung des Brandanschlags in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY ... Ungelöst» nahmen die Ermittler Ende Januar einen Verdächtigen fest. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft legte der Mann aus dem Landkreis Vechta ein Geständnis ab. Er sitzt in Untersuchungshaft.

(dpa)

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